Die Söhne Sindbads

Die Omanis sind ein altes Seefahrervolk. Ihre abenteuerlichen Geschichten verdichteten sich zum Märchen von Sindbad dem Seefahrer. Es beschreibt den historischen Seeweg von Sohar in Oman über Ceylon und das heutige Indonesien bis nach Kanton.

Bereits im achten Jahrhundert, lange vor den ersten Europäern, segelten omanische Händler regelmäßig über die sogenannten „Sieben Meere“ bis nach China, wo sie Datteln gegen Porzellan und Seide tauschten. Weitere Handelsgüter waren Gold, Elfenbein und vor allem Gewürze.

Schon die Hochkulturen Sumers und des Indusbeckens bezogen 2000 v. Chr. auf dem Seeweg Kupfer von Händlern aus Magan, dem heutigen Oman.

Zur Zeitenwende war dann Weihrauch aus Südoman das wichtigste Exportgut. Ägypter und Römer wogen das Harz gegen Gold auf.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Insel Sansibar zum Zentrum des omanischen Handelsimperiums. Grundlage des wirtschaftlichen Aufstiegs war der Handel mit Elfenbein und Gewürznelken. Sklaven wurden in großer Zahl an die Europäer für die Arbeit auf den Plantagen vor allem in Madagaskar verkauft.

Heutzutage sind Erdöl und Erdgas das wichtigste Exportgut. Hauptabnehmer sind Südkorea, China, Thailand und Japan. Ein Netz von neuen Häfen entlang der Küste wird in den kommenden Jahren die Bedeutung des Landes als Warenumschlagsplatz am Indischen Ozean weiter steigern.

 
© Konzeption und Text: Maria und Georg Popp · ARABIA FELIX Synform GmbH, München, 089/30779200 · www.oman.de
Eine Initiative des Diwan of Royal Court, The Omani Society for Fine Arts, Photography Club, Sultanat Oman